Ihr Lieben,
und schon heute ist alles in trockenen Tüchern.
Ich habe meine Entscheidung getroffen und bin froh und erleichtert, mir erst
einmal keine Gedanken mehr darüber machen zu müssen.
Aber für euch nochmal von vorne: Im letzten Newsletter hatte
ich euch davon erzählt, dass ich zweierlei Meinungen von zwei Ärzten gehört
hatte und nun noch eine dritte hören wollte. Im letzten Jahr musste ich mir
immer nur zwei anhören, dann war immer schon alles klar: eine Tür ging zu, eine
andere auf und so hat mich Jesus durch meine Entscheidungen gelotst. Diesmal
wurden mir beide Türen sozusagen direkt vor der Nase zugeknallt, was mich
wirklich verwirrt hat. Soll ich mich dann doch nicht operieren lassen? Nein-
das hatten wir ja schon geklärt. Aber was dann? Die Zeit lief mir auch davon.
Ich hatte mir für meine OP und die Genesung sechs Wochen ab dem 18.November
frei gehalten. Am Wochenende davor wollten Domink und ich unseren
10.Hochzeitstag nachfeiern und vor der nächsten Krankenhausgeschichte ein
bisschen ausspannen.
Ich betete jeden Abend, dass sich im nächsten Gespräch etwas
für mich klären würde und diesmal bitte
eindeutig und keine verhaltenen und nebulösen Auskünfte.
Nun gut, ich saß dann vor
zwei Tagen wieder bei einem plastischen Chirurgen. Diesmal war alles anders.
Ich bekam klare Aussagen- Implantate bei bestrahlter Brust machen sie nur bei
Ausnahmen und wenn ich mich für ein Implantat entscheiden würde, wäre das eine
langwierige Geschichte, weil mir zuvor ein Expander implantiert werden
müsste.... Batsch, die Tür war eindeutig zu! Statt dessen zeigte mir der Arzt Bilder von
Brustaufbau mit Eigengewebe, die wirklich ansehnlich waren. Nach sorgfältiger
Prüfung meines Bauchspecks dachte ich wieder, dass so ne unsensible Bemerkung
kommen würde, dass ich ja zum Glück noch genügend von meinen
Schwangerschaften übrig hätte, aber nein- der Arzt meinte, dass das Gewebe
durch die Schwangerschaften zwar überdehnt worden ist, aber sonst nicht allzu
viel an mir dran wäre, es aber dennoch reichen würde. Oho, da bin ich aber
geschmeichelt. Der Arzt weiß, wie man Frauen überzeugt ;o)
„Gut, das hört sich für mich alles schlüssig und gut an, wie
sieht es mit OP-Terminen aus?“ „Och, bis April sind wir voll“, meinte der Arzt.
Schluck! „Aber gestern hat eine Patientin abgesagt, die hatte einen Termin im
November.“ „November wäre perfekt.“ Also hat der Arzt durch seinen Kalender
gescrollt und beim 20.November angehalten. Ich konnte mich vor Begeisterung
fast nicht mehr halten, was mir einen verwunderten Blick des Arztes einbrachte.
Dieses Wunder mit dem Termin macht mich gerade wieder soo froh und gibt mir neuen Mut für diese Entscheidung, die mir nicht leicht gefallen ist. Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, ob nur eine oder beide Brüste.
Dieses Wunder mit dem Termin macht mich gerade wieder soo froh und gibt mir neuen Mut für diese Entscheidung, die mir nicht leicht gefallen ist. Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, ob nur eine oder beide Brüste.
Ich geh mit Jesus, aber trotzdem bekomme ich es manchmal mit
der Angst zu tun. In den letzten Tagen hatte ich extreme Rückenschmerzen, die
ich mir nicht erklären kann. Und ich hab ständig Zwischenblutungen, oder
bekomme die Tage dann gar nicht, hab aber trotzdem Regelschmerzen. Das sind
Dinge mit denen ich mich schwer tue. Die Ungewissheit bis zum nächsten
Arzttermin macht mich manchmal ganz verrückt.
Die Jünger hatten auf dem stürmischen See auch Angst obwohl
Jesus mit im Boot war. Der Sturm war lebensbedrohlich und als die Jünger auf
die Idee kamen, Jesus zu wecken, fragte Jesus warum sie denn solche Angst
hätten und streckte die Arme aus und stillte den Sturm.
Dieses Bild macht mich immer wieder von Neuem ruhig, denn
ich weiß, dass Jesus auch meine Stürme kennt und die Macht hat, sie zu stillen oder mir einen Termin im November frei zu machen.
Eigentlich könnte ich statt ihm in dem Boot schlafen- schöner Gedanke: so tief zu schlafen, dass man einen Sturm nicht mitbekommt. Das hätte ich auch gern mal wieder (JAel kommt zur Zeit jede Nacht um 2 Uhr zu uns marschiert und ab da bin ich wieder hellwach und denk mir solche Newsletter aus, wie diesen hier).
In diesem Sinne, auch euch einen guten Schlaf!
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